AGB

§ 2 Beschränkungen von Werbung (audiovisuelle kommerzielle Kommunikation)

Audiovisuelle Kommunikation und Teleshopping dürfen nicht

  • die Menschenwürde verletzten;
  • Diskriminierungen nach Rasse, Geschlecht, Behinderung oder Nationalität enthalten;
  • religiöse oder politische Überzeugungen verletzen;
  • Verhaltensweisen fördern, die die Gesundheit oder Sicherheit gefährden;
  • Verhaltensweisen fördern, die den Schutz der Umwelt gefährden;
  • rechtswidrige Praktiken fördern;
  • Zigaretten und andere Tabakerzeugnisse zum Inhalt haben;
  • Spirituosen (Mindestalkoholgehalt von 15%) zum Inhalt haben. (gilt nur für TV-Werbung)



Audiovisuelle kommerzielle Kommunikation für Arzneimittel, die nur auf Verschreibung erhältlich sind und Werbung für Medizinprodukte, die der Verschreibungspflicht unterliegen ist untersagt. Teleshopping für Arzneimittel und therapeutische Behandlungen ist untersagt. Audiovisuelle kommerzielle Kommunikation und Teleshopping für alkoholische Getränke (Getränke, deren Alkoholgehalt unter 15% liegt) müssen folgenden Kriterien entsprechen:

  • Sie dürfen nicht speziell an Minderjährige gerichtet sein und insbesondere nicht Minderjährige beim Alkoholgenuss darstellen;
  • Es darf keinerlei Verbindung zwischen einer Verbesserung der physischen Leistung mit Alkoholgenuss oder dem Führen von Kraftfahrzeugen und Alkoholgenuss hergestellt werden;
  • Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, Alkoholgenuß fördere sozialen oder sexuellen Erfolg;
  • Sie dürfen nicht eine therapeutische, stimulierende, beruhigende oder konfliktlösende Wirkung von Alkohol suggerieren;
  • Unmäßigkeit im Genuß alkoholischer Getränke darf nicht gefördert oder Enthaltsamkeit oder Mäßigung nicht negativ dargestellt werden;
  • Die Höhe des Alkoholgehalts von Getränken darf nicht als positive Eigenschaft hervorgehoben werden.



Audiovisuelle kommerzielle Kommunikation und Teleshopping dürfen Minderjährigen weder körperlichen noch seelischen Schaden zufügen und unterliegen daher folgenden Kriterien zum Schutz Minderjähriger:

  • Sie dürfen keine direkten Kaufappelle an Minderjährige richten, die deren Unerfahrenheit und Leichtgläubigkeit ausnützen;
  • Sie dürfen Minderjährige nicht unmittelbar dazu auffordern, ihre Eltern oder Dritte zum Kauf der beworbenen Ware oder Dienstleistung zu bewegen;
  • Sie dürfen nicht das besondere Vertrauen ausnutzen, das Minderjährige zu Eltern, Lehrern und anderen Vertrauenspersonen haben;
  • Sie dürfen Minderjährige nicht ohne berechtigten Grund in gefährlichen Situationen zeigen.
  • Teleshopping darf darüber hinaus Minderjährige nicht dazu anhalten, Kauf-, Miet- oder Pachtverträge für Waren oder Dienstleistungen zu schließen.