Pressearchiv 2014

Jean Ziegler kritisiert die EU wegen unterlassener Hilfeleistung - gestern, am "Tag der Flucht" auf PULS 4

In allen PULS 4 Infoformaten wurde am gestrigen Montag die Thematik "Flucht ist kein Urlaub!" von verschiedenen Seiten in zahlreichen Beiträgen und Studio-Diskussionen behandelt:

  • Der Menschenrechtsaktivist Jean Ziegler kritisierte die EU wegen der gegenwärtigen Flüchtlingsunterstützung und Cornelius Obonya ruft dazu auf, Gesetze zu ändern
  • Der afghanische Asylwerber Mohammad Tareq Majidy war zu Gast in allen Infoformaten - der ehemalige TV-Moderator führte gemeinsam mit den Moderatoren Johanna Setzer und Andreas Seidl durch Café Puls, er war PULS 4 News Studiogast und diskutierte mit den Entscheidungsträgern in "Pro und Contra-der PULS 4 News-Talk"


Wien, 11. November 2014. Die gestrigen Sendungen der PULS 4 Infoformate - Café Puls, PULS 4 NEWS und "Pro und Contra-der PULS 4 News-Talk" - beschäftigten sich vor allem mit dem brisanten Thema Flüchtlinge und Asylwerber in Österreich. Die PULS 4-Redaktion, Studiogäste und Experten klärten auf und berichteten: Was dürfen AsylwerberInnen in Österreich, warum herrscht ein generelles Arbeitsverbot für sie und welche Organisationen unterstützen in Österreich Neuankömmlinge oder eingesessene Asylwerber?
Als besonderes Beispiel war der afghanische Asylwerber Mohammad Tareq Majidy zu Gast in allen PULS 4-Infoformaten. Der ehemalige TV-Moderator konnte gemeinsam mit den Moderatoren Johanna Setzer und Andreas Seidl in Café Puls seinen früheren Job ausüben. Die Taliban haben Mohammad in seiner Heimat das Leben schwer gemacht, da er Musik und andere für Taliban verbotene Elemente in seine TV- und Radiosendungen integrierte. Die Situation entgleiste als ein beschützender Freund Mohammads mit dem Leben bezahlen musste. Anschließend flüchtete er nach Österreich und versucht sich jetzt ein Leben in Österreich aufzubauen, doch er verfügt noch über keine Arbeitsgenehmigung. Gestern war Mohammad Tajidy auch PULS 4 News Studiogast und diskutierte mit den Entscheidungsträgern bei "Pro und Contra-der PULS 4 News-Talk".

PULS 4 HILFT! - ÖsterreicherInnen sind sehr hilfsbereit
Das Echo des Thementags hinterließ wichtige Spuren: PULS 4 fand durch den Aufruf in den Infoformaten für alle vorgestellten Caritas-Projekte zahlreiche Helfer und Unterstützer für AsylweberInnen mittels der Plattform PULS 4 HILFT!.

"Pro und Contra"- mit dem Thema "Armut, Flucht und Tod: Wie viel Schuld hat der Westen?" u.a. mit Jean Ziegler, Cornelius Obonya und Othmar Karas
Der Menschenrechtsaktivist und Globalisierungskritiker Jean Ziegler gab bei der Diskussion vor allem gegenüber Othmar Karas zu bedenken: "Wenn Frauen, Männer und Kinder auf ihren morschen Kähnen im Mittelmeer untergehen, dann ist nach den Gesetzen eines Rechtsstaates eines ganz klar: Hier macht sich die EU wegen unterlassener Hilfeleistung schuldig."
Cornelius Obonya - Schauspieler, Salzburger Festspielstar als "Jedermann"- unterstützte hier Jean Ziegler mit folgenden Worten: "Angesichts der Flüchtlingspolitik der EU wünsche ich mir als Bürger, dass sich die EU wieder darauf besinnt, was denn überhaupt ein Menschleben ist. Es ist nicht schwer, Gesetze noch zu ändern.",
Othmar Karas - Abgeordneter im EU Parlament der ÖVP entgegnete:
"Die Probleme im Asylbereich werden von vielen Politikern missbraucht, um Stimmung gegen Ausländer zu machen. Ja, es gibt viele Baustellen – aber diese Politiker werfen alle in den selben Topf, und das ist feige."

Philipp Gut - Vize-Chefredakeur der konservativen Schweizer „Weltwoche" verteidigte die Entwicklungen durch die Globalisierung: "Es geht den Menschen heute viel besser als vor 30 Jahren. Der Grund: Die Welt hat sich globalisiert. In den ärmsten Ländern der Welt hat das zu spürbaren Verbesserungen geführt. Die Globalisierung ist das größte Friedens- und Wohlstandsprojekt der Welt." Damit kann Barbara Blaha, Gründerin des Politikongress "Momentum" und ehemalige ÖH-Vorsitzende nicht leben: "Die Globalisierung als größtes Friedensprojekt zu bezeichnen, ist angesichts der Millionen an hungernden Menschen sehr schwierig. Die globale Arbeitsteilung funktioniert in der Praxis nicht. In der Praxis kommen hier nämlich zur normalen Arbeit der Einsatz von Gummiknüppel, Tränengas und militärische Einsätze gegen Arbeitnehmer dazu."

Schlussendlich fragte Mohammad noch einmal EU-Abgeordneten Karas direkt, warum es so lange dauert, bis man einen positiven Bescheid erhalte, woraufhin Karas versprach: "Wir müssen diese Wartezeit auf einen Bescheid in Österreich und europaweit reduzieren. Doch nach neuer EU-Richtlinie dürften Sie in Ihrem Fall eine Arbeitsgenehmigung ab Juni 2015 erhalten."

Mehr Informationen und die gesamte Sendung finden Sie auf puls4.com/pro-und-contra






 
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