Pressearchiv 2004

TV-Nutzung birgt Potential für Weiterentwicklung des österreichischen TV-Marktes

SevenOne Media Austria mit Informationen zur TV-Nutzung:
ORF rückläufig / positiver Trend bei Kabel- und digitalen Satellitensehern = insgesamt Stagnation über alle Empfangsebenen



Wien, 12. März 2004. Der in den letzten Jahren zu verzeichnende positive Trend bei der TV-Nutzung in Österreich setzt sich im Jahr 2003 - im Gegensatz zu unseren deutschsprachigen Nachbarn - nicht in allen Bereichen fort. Betrachtet man die Situation über alle TV-Haushalte und alle Zuschauer kommt man maximal auf eine Stagnation der TV-Nutzung im vergangenen Jahr. Im Kabel-TV hingegen ist ein weiterer Zuwachs zu verzeichnen.

ORF rückläufig
Es stellt sich die Frage, warum das so ist. Die Zahlen geben eine eindeutige Antwort: Der ORF weist eine deutlich rückläufige Nutzung auf. Der ORF verliert nicht nur Zuseher in den aufgrund des großen Senderangebotes kompetitiven Kabel- und Satellitenhaushalten, sondern auch in den mit Alternativen nicht reich gesegneten Terrestrik-Haushalten. Für eine ausgeglichene TV-Planung ist diese Entwicklung nicht zuträglich und ATV+ kann hier bisher leider nur einen geringen Ausgleich liefern. Eine Ausweitung der terrestrischen Empfangsmöglichkeiten von ATV+ sowie ein reibungsloser und erfolgreicher Start von PULS TV in Wien sind im Sinne einer ausgewogenen TV-Planung für das heurige Jahr wünschenswert.

Kabel-Haushalte steigend
In den Kabelhaushalten hält der positive Trend der Vorjahre erfreulicherweise an. Hier ist nach wie vor in allen Zielgruppen eine deutliche Aufwärtsbewegung zu verzeichnen. Dies ist ein für die TV-Planung wichtiger Gesichtspunkt, da in genau diesen Kabelhaushalten aufgrund der Werbefenster die meisten Zuschauer mit österreichischer Werbung erreicht werden können.

Digitale Satelliten-Haushalte im Aufwind
Satellitenhaushalte zeigen an sich eine tendenziell rückläufige TV-Nutzung, wobei auf dieser Empfangsebene zwischen analogem und digitalem Empfang unterschieden werden muss. Digitale Satellitenhaushalte weisen einen höheren TV-Konsum auf als analoge Haushalte. Dies zeigt sich erfreulicherweise vor allem in der eher schwer zu erreichenden Zielgruppe der Erwachsenen 12-29.

Dualität für den österreichischen TV-Markt
In den digitalen Satelliten-Haushalten liegt künftig ein großes Potential für die weitere Entwicklung des österreichischen TV-Marktes: Über den digitalen Satelliten können nicht nur die deutschen Sender, sondern auch die dazugehörigen Österreichfenster empfangen werden. Das bedeutet in den nächsten Jahren die realistische Möglichkeit, die technische Reichweite der Fenstersender zu verdoppeln und so eine echte Dualität im österreichischen TV-Markt zu erreichen.

Diese Dualität bedeutet nicht gleichzeitig eine Schwächung des ORF – ganz im Gegenteil! Sie trägt einerseits zu einer Sicherung des österreichischen TV-Marktes an sich bei und andererseits zur Bewahrung des ORF in seiner derzeitigen Form. Diese Dualität wird - aufgrund eines neuen Stellenwertes von TV in der Mediaplanung - zu Umverteilungen unter den verschiedenen Mediengattungen führen und den mageren TV-Anteil an den Gesamt-Werbeausgaben von knapp über 20% vielleicht sukzessive auf europäisches Niveau von im Schnitt ca. 35% bringen.

Quellen: Teletest F-G / pc#tv, für Deutschland: GfK / pc#tv, für CH: Telecontrol

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Stefanie Bleil unter stefanie.bleil@sevenonemedia.at oder Telefon 01/368 77 66-200.





Stefanie Bleil

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