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"Bundesheer im Einsatz - Mission Bosnien Teil 1", morgen um 21.15 Uhr bei ATV

Das österreichische Bundesheer ist nicht nur im In- sondern auch im Ausland rund um die Uhr im Einsatz um in Kriegsgebieten für Friedenssicherung, humanitäre Hilfe und Katastrophenhilfe zu sorgen. ...

In Bosnien und Herzegowina sind rund 25 Jahre nach Ende des Bosnienkriegs aktuell 354 SoldatInnen aus Österreich stationiert. Die ZuseherInnen sind am 4. Jänner bei ATV hautnah mit dabei, wenn die SoldatInnen im Einsatz sind, um der Bevölkerung ein sicheres Leben zu gewährleisten.

Wien , 3. Januar 2020

In der Pontlatz-Kaserne in Landeck in Tirol bereiten sich die SoldatInnen auf ihren Auslandseinsatz in Bosnien vor. Dafür steht ein herausforderndes Häuserkampfszenario, die Stürmung eines feindbesetzten Hauses, am Programm. "Die Voraussetzungen sind, man sollte Skifahren können, da wir uns im Winter gefechtsmäßig abseits der Piste bewegen. Auch im schwierigen Gelände sollte man Skifahren können. Körperliche Voraussetzungen sind auch, dass man 1.000 bis 2.000 Höhenmeter mit schwerem Gepäck zurücklegen kann, ohne dass man anschließend gleich drei Tage krank zu Hause ist", erklärt Jeremy Altmann, Zugskommandant in der Kaderpräsenzeinheit des Jägerbataillons 23.

Insgesamt ist das österreichische Bundesheer zurzeit in 13 Ländern auf Auslandseinsatz. "Der Einsatz im Kosovo stellt eine besondere Herausforderung dar. Es ist ja darum gegangen, dass sich Kosovo vom restlichen Jugoslawien, damals nur mehr Serbien, abgespaltet hat und bis heute von Serbien nicht anerkannt wird", sagt Walter Feichtinger, Landesverteidigungsakademie Wien.

In Bosnien angekommen, müssen die Soldaten rasch das erste Szenario bewältigen und unter anderem mehrere Personen aus einem Gebäude, das von gewaltbereiten Demonstranten bedroht wird, evakuieren. Sie müssen möglichst schnell von der Gefahrenstelle weggebracht werden.

Eine wesentliche Aufgabe des österreichischen Bundesheers ist es, die Bevölkerung in Bezug auf Minen zu sensibilisieren. Dies passiert unter anderem durch Unterricht in Schulen, die sogenannte „Mine Risk Education“. Denn noch immer gibt es jedes Jahr mehrere Tote durch versteckte Minen, unter anderem in Wäldern. "Es gibt immer noch genügend Unfälle. Es geht um das illegale Holzhacken. Es sind meistens arme Roma. Sie wissen alle ganz genau, dass es dort gefährlich ist und dort Minen sind. Aber trotzdem gehen sie hinein, weil sie keine andere Möglichkeit haben", erklärt ein Soldat aus dem LOT- Team in Tuzla. Das sogenannte „Liaison and Observation Team“ (LOT) des Bundesheers ist außerdem in regelmäßigem Kontakt mit Bewohnern aber auch Entscheidungsträgern wie Bürgermeistern, um die Stimmung im Land einzufangen und mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen.

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