Anlässlich des 10. Todestages von Jörg Haider: Haiders Erbe - Vergöttert, verteufelt, verschuldet !Neu!, Sonntag, 7. Oktober 2018, 21.20 Uhr bei ATV

Zehn Jahre nach dem tragischen Unfalltod Jörg Haiders wirft die wohl schillerndste Figur der österreichischen Innenpolitik immer noch lange Schatten auf die Republik. Milliardenschulden und Gerichtsprozesse gehören ebenso zum Haider-Vermächtnis, wie der ungebrochene Kult der treuen Fangemeinde des verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns. Gemeinsam mit ehemaligen Wegbegleitern, Kritikern und Experten begibt sich die „ATV Aktuell“-Redaktion am Sonntag, den 7. Oktober, um 21.20 Uhr bei ATV auf die Spur von Jörg Haiders Erbe. Außerdem widmet sich "ATV Aktuell: Die Woche" um 22.20 Uhr in einem Spezial mit Umfragen und Analysen Haiders Spuren in Österreichs Politik-Landschaft.

Wien, 3. Oktober 2018


Haiders Erbe - Vergöttert, verteufelt, verschuldet !Neu!
Sonntag, 7. Oktober 2018, 21.20 Uhr bei ATV

Von seinen Gegnern verdammt, von seinen Fans vergöttert wie ein Popstar. Kein anderer Politiker hat Österreich so entzweit wie der 2008 verstorbene Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, der mit seinem Dienstwagen in den Tod raste. Am 11. Oktober jährt sich dessen Todestag zum zehnten Mal. ATV widmet sich in einer Spezial-Dokumentation seinem schillerndem Leben, seinem politischen Wirken und seinem Vermächtnis. In „Haiders Erbe – vergöttert, verteufelt, verschuldet“ kommen ehemalige politische Weggefährten, Unterstützer sowie Kritiker, aber auch private Wegbegleiter zu Wort.

Der Ex-Landesparteiobmann des BZÖ-Kärnten und ehemalige Pressesprecher Jörg Haiders Stefan Petzner blickt auf die ersten Stunden der Todesnachricht zurück und wie er selbst alle Welt medial über diese in Kenntnis setzte. Auch rückblickend steht er zu seiner später oft zitierten Aussage „Er war mein Lebensmensch“, fügt aber an: „der mir dann später, zu Unrecht wie ich bis heute finde, vorgeworfen wurde.“ Stefan Petzner ist sich außerdem sicher: „Das Ziel Bundeskanzler wäre greifbar und möglich gewesen."

Auch der einstige Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler war bei der Pressekonferenz anwesend. Seine Trauerbekundung: „Heute geht in Kärnten die Sonne nicht auf oder die Uhren sind stehen geblieben“ ging ebenfalls in die Geschichte ein. Nach dem Tod Jörg Haiders wurde er über Nacht zu seinem Nachfolger als Kärntner Landeshauptmann, auch er spricht offen über das Vermächtnis seines Vorgängers.

Der frühere FPÖ-Generalsekretär und BZÖ-Obmann Peter Westenthaler sieht auch im Nachhinein einen „Kardinalfehler“ darin, dass Jörg Haider nicht Teil der Regierung Schwarz-Blau unter Wolfgang Schüssel (2000 bis 2005) wurde: „Trotzdem sag ich heute, wir hätten darauf bestehen sollen und wären besser gewesen, wenn Jörg Haider ein Teil dieser Regierung, in welcher Form auch immer, gewesen wäre. Ich bin davon überzeugt, dass wir dann viele Jahre länger als bis zum Jahr 2003, bis Knittelfeld zusammengearbeitet hätten und es auch nicht zu diesen Schwierigkeiten in der FPÖ gekommen wäre.“ Vizekanzler und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache spricht außerdem offen über die damalige Enttäuschung und das Zerwürfnis mit der „Freiheitlichen Familie“, die er von seinem einstigen Parteivater übernahm.

Vorwürfe der Untreue und illegaler Parteienfinanzierung, Causa Hypo, Wörthersee-Stadion - auch zehn Jahre später beschäftigt das Wirken und Erbe die österreichische Justiz, enge Wegbegleiter stehen im Visier der Justiz.

„Kärnten ist ein wunderbares Bundesland, aber unter der Ägide Haiders ist es ärmer geworden“, meint beispielsweise der ehemalige SPÖ-Chef und frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky. Grün-Politiker und Hypo-Aufdecker Werner Kogler über das Erbe Haiders: „Das Hauptproblem war bald schon, auch zu Zeiten der Verantwortung des Landeshauptmanns, das die Bank offensichtlich keine Regionalbank war, sondern wie ich bis heute ungestraft sagen darf eine Gaunerbank mit Mafiakontakten und Mafiageschäften.“ Ex-Landesrat und Grünen-Politiker Rolf Holub: „Die haben sich schon gut ergänzt, also die Visionen vom Herrn Kulterer und vom Herrn Jörg Haider, das war ja so ein bisschen, manche sagen manisch-depressiv, also beim Jörg Haider, dieses „was kostet die Welt“ und „wir können alles“, nur jetzt wissen wir, was die Welt gekostet hat, die Kärntner ziemlich viel Zukunft.“

Weiters kommen in „Haiders Erbe – vergöttert, verteufelt, verschuldet“ u.a. Profil-Journalistin und "Haider. Licht und Schatten einer Karriere"-Buchautorin Christa Zöchling, Politikjournalistin Anneliese Rohrer, Politikwissenschaftler Fritz Plasser, Liedermacher Richard Di Bernardo, Kurier-Journalistin Daniela Kittner, ÖVP-Politiker Andreas Khol, der amtierende Landeshauptmann von Kärnten, Peter Kaiser, NEOS-Abgeordnete und Vorsitzende der Hypo-Untersuchungskommission Irmgard Griss sowie Kabarettist Thomas Maurer zu Wort.

„ATV Aktuell“-Reporter Florian Tietze und „ATV Aktuell“-Moderator Benedikt Gmeiner zeichneten für die Spezialsendung verantwortlich. Benedikt Gmeiner hatte 2009, anlässlich des 1. Todestages des Kärntner Landeshauptmanns, bereits in der ATV-Dokumentation „Jörg Haider – Politiker, Populist, Popstar“ dessen Leben und Nachfolge beleuchtet.

ATV Aktuell: Die Woche
Sonntag, 7. Oktober 2018, 22.20 Uhr bei ATV

Der 10-jährige Todestag von Jörg Haider ist auch Thema in „ATV Aktuell: Die Woche“. Meinrad Knapp beleuchtet mit Thomas Hofer und Peter Hajek das Leben des ehemaligen FPÖ-Chefs. Taferl, provokante Sprüche und aufwendige Inszenierung. „ATV Aktuell: Die Woche“ zeigt, welche Spuren Haider in Österreichs Politik-Landschaft hinterlassen hat und wer die Erben von Jörg Haider sind.

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