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ATV Die Reportage: Der Gürtel - Einst und jetzt !Neu!, Mittwoch, 14. März 2018, 22.20 Uhr bei ATV

Der Wiener Gürtel zählt zu den meistfrequentierten Straßen in Europa. Einst für seine Rotlichtszene bekannt, hat sich die Gegend zu einem multikulturellen Teil Wiens entwickelt, wo viele exotische Lokale ihren Platz gefunden haben. "ATV Die Reportage" nimmt sich am 14. März der Wiener Gegend und ihrer Entwicklung an.

Wien, 13. März 2018

Die Blütezeit der Rotlichtszene am Gürtel ist seit Inkrafttreten des Prostitutionsgesetztes im November 2011 endgültig vorbei. Der Straßenstrich am Gürtel ist seitdem passé. Rotlichtgrößen fühlen sich durch politische "Fehlentscheidungen" in die Enge getrieben. Der Nachtclub "Téte-A-Téte" war lange Zeit eines der erfolgreichsten Lokale des Gürtels. Die Wiener Rotlichtgröße Peter Mitschkoff betreibt seit 35 Jahren das Lokal. Trotz seiner 70 Jahre lässt er es sich nicht nehmen das Geschäft selbst aufrechtzuerhalten und gegen die Veränderungen anzukämpfen: "Alles hat sich hier getroffen. Heute kann man nicht mehr sagen, was ein guter Tag ist".
Die Veränderungen sind auch im Grätzl rund um die U-Bahnstation Nußdorferstraße zu spüren, es ist ruhiger geworden. Einer der berühmtesten Würstelstände Wiens bekommt das zu spüren: "Freitags und samstags herrschte hier früher immer Chaos", sagt ein "Leo"-Mitarbeiter. Der Wiener Gürtel ist einem Wandel unterworfen und der multikulturelle Flair zu spüren. Hier hat sich beispielsweise die 35-jährige Nuan Aslan ihren größten Traum erfüllt und eine Bäckerei eröffnet: "Es ist ein beliebter Ort für Taxifahrer, die auch mal ihre Gäste mitnehmen", sagt sie. Die türkische Herkunft war nie ein Hindernis, erklärt Frau Aslan weiter: "Wir grenzen niemanden mehr aus und sind bunter geworden". Ein kleines Imperium hat sich hier der gebürtige Inder Prince Pallikunnel geschaffen. Er betreibt seit 1990 mit seiner Familie zwei Supermärkte und ein Restaurant. Auf über 800 Quadratmetern gibt es auch eine Kosmetikabteilung.
Um die Verslumungstendenzen des Gürtels zu berichtigen, wurde in den 1990er Jahren ein Stadterneuerungsprojekt gestartet. Im Zuge dessen siedelten sich in den Stadtbahnbögen etliche Lokale an. Musikerin Maria A. tritt in diesen immer wieder auf. Sie liebt die Gegend, ist sich den Schattenseiten wie den Spuren des Rotlichtmilieus und der Drogenszene, aber bewusst, dennoch meint sie: "Ich finde, wenn man etwas von Wien erleben will, sollte man hier her kommen. Natürlich kann es abschreckend wirken, aber es ist das echte Wien, das echte Leben".

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