ATV Die Reportage: Legales und illegales Glücksspiel, Mittwoch, 4. Juli 2018, 21.50 Uhr bei ATV

Das illegale Glücksspiel in Österreich boomt, es gibt geschätzt 2000 verbotene Geräte quer über die Republik verteilt. Und das trotz - oder gerade wegen - der Novelle des Glücksspielgesetzes und dem damit verbundenen Totalverbot des kleinen Glücksspiels in mehreren Bundesländern. Mafiöse Scheinfirmen und unbekannte Hintermänner bespielen die Betriebe munter weiter. Denn die Erträge sind so hoch, dass Strafen von bis zu 6.000 Euro pro Gerät in Kauf genommen werden. "ATV Die Reportage" taucht in die Welt des illegalen Automatenspiels ein und lässt Betroffene, Ermittler und Experten zu Wort kommen!

Wien, 3. Juli 2018

Die Finanzpolizei hat dem illegalen Glücksspiel den Kampf angesagt und geht Hinweisen auf verbotene Spielterminals in einem Lokal im 9. Wiener Gemeindebezirk nach. Der Betrieb wurde bereits einmal angezeigt, nun wurden erst vor ein paar Stunden wieder Spieler dort beobachtet. Tatsächlich finden die Beamten in dem Café drei Spielterminals vor. Als die Finanzpolizisten versuchen ein Spiel zu aktivieren, scheitern sie jedoch. Das ist keine Seltenheit, denn häufig werden die Lokale vom Betreiber videoüberwacht und die Geräte bei einer Kontrolle per Fernsteuerung plötzlich deaktiviert um einer Strafe zu entgehen - nur einer der dreisten Tricks, mit denen es die Beamten in diesem Milieu tagtäglich zu tun haben.
Außerdem begleitet "ATV Die Reportage" den Ermittler Norbert bei seinen Erhebungen in den Klingelbetrieben und Hinterzimmern, in denen das illegale Automatenspiel angeboten wird. Im Auftrag der Plattform "spieler-info.at" besucht er undercover die illegalen Betriebe und sammelt dort Beweise, die als Grundlage für Anzeigen dienen. Mit den dubiosen Machenschaften und ständig neuen Tricks der Betreiber ist der Ermittler mittlerweile bereits bestens vertraut: häufig werden die Glücksspiele als "Geschicklichkeitsspiele" getarnt oder die Lokale einfach als "Internet-Cafes" betitelt. Norbert lässt sich davon jedoch nicht beirren und macht in den diversen Klingelbetrieben so manch unglaubliche Entdeckung.
Welche weitreichenden Folgen das illegale Glücksspiel und der dabei fehlende Spielerschutz haben kann, erzählt ein Betroffener. Der spielsüchtige Kärntner hat innerhalb von 4 Jahren 150.000 Euro verzockt und damit nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben seiner Familie ruiniert. Der Spielsüchtige findet offene Worte darüber wie es so weit kommen konnte und wie es sich anfühlt wenn man sein sämtliches Erspartes in das Glücksspiel investiert und seinem Kind nichts mehr zu essen kaufen kann.
Des Weiteren wirft die Reportage auch einen Blick auf die legale Seite des Glücksspiels in Österreich und wie Spielerschutz hier funktioniert. In den Betrieben von Novomatic-Tochter und Konzessionsinhaber Admiral gelten strenge Spieler- und Jugendschutzauflagen. So muss sich jeder Besucher registrieren und erhält nur mit Karte und PIN-Code Zugang zu den Automaten - ein klarer Kontrast zu den Klingelbetrieben und Hinterzimmern, wo das illegale Glücksspiel zu Hause ist.

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