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Mythos Ayahuasca – Erleuchtung im Regenwald, Teil 1v2, Mittwoch, 1. August 2018, 23.25 Uhr bei ATV

Ayahuasca - eine uralte Heilmethode aus Südamerika wird auch bei Europäern immer populärer. Doch während die einen darin eine alternativmedizinische Heilmethode sehen, ist es für die anderen nur ein halluzinogener Drogentrip. Was ist wirklich dran an diesem Phänomen? "ATV Die Reportage" begleitet fünf Österreicher bei ihrer Grenzerfahrung mit Ayahuasca ins Amazonasgebiet nach Peru. Dort leitet ein Schamane die dreistufige Heilung mit der "Liane des Todes", wie die Einheimischen sie nennen. Aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht beleuchtet der Arzt und Psychiater Dr. Rainer Oberguggenberger die Geschehnisse im peruanischen Regenwald. Teil 2 nächsten Mittwoch um 23.25 Uhr bei ATV.

Wien, 31. Juli 2018



Fünf Österreicher, die alle grundsätzlich gesund sind aber mit Problemen zu kämpfen haben, bzw. auf Sinnsuche sind, reisen in den Regenwald nach Peru, um sich von einem Schamanen mittels Ayahuasca heilen zu lassen. Hauptbestandteile des Gebräus, das getrunken wird, sind die einerseits die Ayahuasca-Liane und andererseits die Blätter der Psychotria Viridis. Dabei handelt es sich um eine weitere Pflanze aus dem Regenwald, die Dimethyltryptamin (DMT) enthält und dadurch bei Konsum halluzinogen wirkt. Wie die umstrittene Therapie von statten geht und welche Erfahrungen die Österreicher dabei machen, sieht man in zwei Teilen bei ATV. Begleitet wird das Experiment von Dr. Rainer Oberguggenberger, der sich selbst vor Ort ein Bild über die Alternativmedizin machen möchte, da das Thema in Europa immer populärer wird und es viel Fehl- und Falschinformation gibt.

Dr. Haltmayer, ärztlicher Leiter des Suchthilfe Wien, rät übrigens dringend von der Einnahme ab. Selbst wenn richtig hergestellt, sind die Folgewirkungen nicht vorhersehbar. Ayahuasca kann unkontrollierte körperliche und psychische Wirkungen auslösen, die bis zum Zusammenbruch führen können. Sein Ratschlag: "Finger weg!"

Doch fünf Österreicher wollen das Experiment unbedingt wagen und sich vom im ganzen Amazonas-Gebiet berühmten Schamanen Guido Rimachi, der 20 Jahre lang von seinem Großvater ausgebildet wurde, heilen lassen. Mit Ritualen bereitet er die Sinnsucher und die Hütte im Dschungel vor. Da heftige körperliche Reaktionen wie Erbrechen und Durchfall mit der Therapie einhergehen können, stehen Schüsseln und Klopapier bereit. In der ersten Nacht wird noch ein leichtes Gebräu verabreicht, die Dosierung wird danach zwei Mal gesteigert. Auch der Schamane selbst nimmt die Substanz ein, um mit den anderen in Verbindung treten zu können. Den Halluzinierenden dient er auch als Anker, singt und pfeift ständig, damit diese während des Trips ein kleines Band zur Realität haben. Und schon bei der ersten Sitzung sind heftige Reaktionen bei den Teilnehmern zu bemerken. Der Arzt Dr. Oberguggenberger spricht vor allem bei Probandin Kalo von psychotischen Symptomen, sowie von Depersonalisierung und Derealisation. Eine gefährliche Sache, die "ATV Die Reportage" begleitet und präsentiert.

Wer sind die Patienten, wer lässt sich auf Ayahuasca ein? Robert ist erfolgreicher Bauingenieur und zweifacher Vater. Doch seine Karriereleiter wurde zum Hamsterrad, er ist seit einiger Zeit auf Sinnsuche und möchte ausbrechen. Der MMA-Fighter Nicolas ist einfach neugierig, freut sich auf den Trip und möchte Erfahrungen außerhalb der Schulmedizin machen. Kalo erlebte keine herzliche Kindheit, die Mutter war viel zu sehr mit sich beschäftigt, hat ihrer Tochter weder Liebe noch Anerkennung vermittelt. Sie möchte sich im Dschungel ihrem größten Dämon stellen und ihm "Schleich dich" entgegenrufen. Nikita will nach dem Selbstmord ihres Bruders einen Neuanfang machen und die schrecklichen Geschehnisse hinter sich lassen. Den selbständigen Kameramann Michael hat sein Lebensstil samt ausschweifenden Partyexzessen nicht nur finanziell ruiniert. Auch er erhofft sich im peruanischen Dschungel einen Neustart.

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